Gemeinsam Zukunft produzieren. Industriestrategie Österreich 2035
Österreich befindet sich nach einer Phase der Rezession nun wieder in einer Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs. Aufgabe und Anspruch der Bundesregierung ist es, diesen Aufschwung weiter anzukurbeln. Von zentraler Bedeutung für unseren Wirtschaftsstandort ist die Industrie, sie hat eine lange Tradition und unsere wettbewerbsfähigen und hochinnovativen Unternehmen sind ein Garant für Jobs und unseren Wohlstand. Gleichzeitig sieht sich die Industrie mit einer schwindenden Wettbewerbsfähigkeit, geopolitischen Verwerfungen und einer hohen Dynamik der technologischen Transformation konfrontiert.
Erstmals gibt die österreichische Bundesregierung daher mit einer Industriestrategie eine klare Weichenstellung und strategische Richtung vor. Damit bekennen wir uns zu einem starken Produktionsstandort Österreich und unmissverständlich zur heimischen Industrie.
Nach einem halben Jahr kann sich der Umsetzungsstatus sehen lassen. Diese Strategie ist vor allem ein Umsetzungsprogramm.
Fast sechs Monate nach dem Start, ziehen wir ein erstes Mal Bilanz. Mehr als 35 Prozent der 117 Maßnahmen sind bereits umgesetzt oder konkret in Umsetzung. Wir setzen um, was wir versprochen haben.
Stoppen wir die Deindustrialisierung und starten wir eine Neu-Industrialisierung Österreichs.
Ziel der Industriestrategie ist langfristiges Wachstum sowie die Sicherung und Wiedererlangung von wirtschaftlicher und technologischer Kompetenz durch die erstmalige Definition von Schlüsseltechnologien, die Entwicklung von strategischen Technologien von der Forschung bis zur Marktreife sowie verbesserte Anreize für industrielle Ansiedelungen und Innovationen über die Legislaturperiode hinaus.
Wir wollen die Stärken der österreichischen Industrie stärken und Chancen nutzen, sowie optimale Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung, Innovation, Produktion und Export schaffen. Die Industriestrategie ist das Ergebnis eines breit angelegten Prozesses, den ich gemeinsam mit meinen Regierungskollegen Peter Hanke und Sepp Schellhorn federführend begleiten durfte. Insgesamt wurden 117 Maßnahmen in sieben Handlungsfeldern erarbeitet, um Innovation zu fördern, Resilienz zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer
Bundesminister
Download der Industriestrategie Österreich 2035
Unsere Vision: Österreich unter die TOP-10 bringen.
Bis 2035 zählen wir zu den zehn wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt.
Die sechs Ziele der Industriestrategie
- Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit
- Weiterentwicklung wirtschaftlicher Souveränität in und mit Europa
- Erhöhung der Leistungsfähigkeit und Innovationskraft
- Ausbau wirtschaftlicher Resilienz
- Stärkung nachhaltiger und zirkulärer Produktion
- Entwicklung des Fachkräftepotenzials
Jedes Ziel ist mit einer bzw. mehreren konkreten Leistungskennzahlen zur Messung und zum aktiven Monitoring versehen. Zentrale Kennzahl zur Erfolgsmessung ist der Industrieproduktionsindex, mit dem der Produktions-Output unserer Industrie gemessen wird. Unser Ziel ist, den Output der Industrieproduktion zu steigern und so unter die Top-10 der OECD zu kommen. Zusätzlich ist es unser Ziel, den Wertschöpfungsanteil der Industrie, gemessen an der gesamten Wirtschaftsleistung, auf 20 Prozent zu steigern (2024: 16,9 Prozent).
Schlüsseltechnologie-Offensive als Herzstück der Industriestrategie
Wir definieren erstmals 9 Schlüsseltechnologien und Stärkefelder. Für gezielte Investitionen in diese Technologien wird ein Förderbudget im FTI-Pakt bis 2029 von rund 2,6 Milliarden Euro bereitgestellt.
Förderprogramme für die Industrie
Österreichs Wettbewerbsfähigkeit hängt entscheidend davon ab, industrielle Stärke mit zukunftsorientierter Forschung und Innovation zu verbinden. Die Initiative "Leading Companies and Ecosystems" setzt genau hier an: International führende Industrieunternehmen werden gezielt dabei unterstützt, gemeinsam mit Start-ups, KMU, Forschungseinrichtungen und weiteren Partnern leistungsfähige F&E-Ökosysteme in Schlüsseltechnologien aufzubauen. Ziel ist es, die Forschungsquote zu steigern, Investitionen in Forschung und Entwicklung zu mobilisieren und Österreich als internationalen Innovationsstandort zu stärken.
Die "Leading Company" übernimmt dabei die Führungsrolle. Sie entwickelt eine technologiegetriebene F&E-Roadmap zur Erschließung von Zukunftsmärkten, bringt relevante Akteure im F&E-Ökosystem zusammen und leistet ergänzend zur öffentlichen Förderung substanzielle Eigeninvestitionen. Das stärkt industrielle Resilienz, schafft neue Wertschöpfungsketten, qualifizierte Arbeitsplätze und internationale Sichtbarkeit.
Die Umsetzung erfolgt in einem zweistufigen Prozess. In Phase 1 wird die Mission, technologische Herausforderung, Marktpotenzial und wirtschaftliche Bedeutung analysiert und in einer F&E-Roadmap gebündelt. Im Rahmen eines strukturierten Sondierungsprozesses werden zudem die spätere Umsetzung sowie die erforderlichen Partnerschaften vorbereitet. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Analyse des Ökosystems, um relevante Akteure sowie ihre Rollen und Beiträge entlang der Innovations- und Wertschöpfungskette zu identifizieren und einzubinden.
In Phase 2 werden konkrete Leading-Company-Projekte und daran anknüpfende Ökosystemprojekte umgesetzt. Klare Zielindikatoren, transparente Governance-Strukturen und die Mobilisierung zusätzlicher F&E-Investitionen bilden dabei den Rahmen für eine wirkungsorientierte Umsetzung.
(Ein vergleichbares Modell in Finnland hat bereits zusätzliche F&E-Investitionen von rund 500 Millionen Euro pro Jahr ausgelöst und zeigt das Potenzial eines solchen Ökosystemansatzes (1 ).)
Der Start der Phase 1 des Programms erfolgt am 2.9.2026.
Die im März geöffneten Ausschreibungen schließen am 13.10.2026.
In COMET-Modulen und -Projekten werden zukunftweisende Forschungsthemen gefördert. Das Forschungsprogramm wird von Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam definiert. Bei den COMET-Modulen sind ausschließlich bestehende COMET-Zentren antragsberechtigt.
NEU: Projektvorhaben müssen sich prioritär einer Schlüsseltechnologie gemäß der Definition der Industriestrategie zuordnen lassen.
Mit dem Förderprogramm Transformation der Industrie sollen österreichische Industriebetriebe dabei unterstützt werden, ihre Produktionsprozesse klimaneutral zu gestalten. Das stärkt einerseits die Wertschöpfung in Österreich und führt andererseits zu mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten.
Mit dem Förderungsprogramm "Industrielle Schlüsseltechnologien – Leitbetriebe 2030" des Austria Wirtschaftsservice (aws) werden Projekte in zentralen Zukunftsfeldern wie beispielsweise Künstliche Intelligenz, fortgeschrittene Produktionstechnologien, neue Materialien, Energie- und Umwelttechnologien oder Luftfahrt und Mobilität unterstützt. Das Programm soll eine rasche Anschubfinanzierung gewährleisten, Projekte müssen spätestens bis Ende 2027 umgesetzt werden.
Agenturen Leitbild 2030
Innovation, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit im Fokus
Die Industriestrategie umfasst ein Bündel von 117 leistungsstarken Maßnahmen in sieben Handlungsfeldern. Diese stehen stellvertretend für ein ambitioniertes, industriepolitisches Programm der nächsten Jahre. In der Folge finden sich ausgewählte Maßnahmen:
Innovation fördern
- Schlüsseltechnologie-Offensive & FTI-Maßnahmen – 2,6 Mrd. Euro
- Neuausrichtung der Programmportfolios von FFG & aws im Zuge des FTI-Pakts 2027-2029 anhand der definierten Schlüsseltechnologien
- Neuausrichtung der Christian Doppler-Gesellschaft durch Fokus auf den Transfer von Wissen und Fachkräften im Schlüsseltechnologiebereich von der Wissenschaft in die Industrie
- Weiterentwicklung der Austrian Business Agency, bspw. Neuausrichtung der Invest in Austria und Ausweitung des Standortmarketings auf Wachstumsmärkte und aktive Fachkräfteanwerbung
- Stärkerer Fokus auf Verwertung bei COMET-Zentren und Neuausrichtung von COMET-Modulen auf Schlüsseltechnologien
- Aufbau von Unternehmensökosystemen an Universitäten durch die Verankerung von Technologietransfer- & Spin-off-Maßnahmen sowie Entrepreneurship Education
- Neues FFG-Flagship Programm zum Aufbau von Forschungsökosystemen rund um Leitbetriebe
- Regulatory Sandboxes: gesetzliche Rahmenbedingungen für Experimentierräume als innovative Testumgebung für Schlüsseltechnologien
Resilienz schaffen
Patriotisches Vergaberecht & Förderpolitik – Leitprinzip "Made in Europe & Partner Countries"
- Klares Bekenntnis zur nationalen und europäischen Wertschöpfung bei öffentlichen Beschaffungen durch einen von der Bundesregierung festgelegten Aktionsplan "Strategische Öffentliche Beschaffung"
- Gesetzliche Verankerung des Leitprinzips "Made in Europe & Partner Countries" und Stärkung des qualitativen Bestbieterprinzips im Vergaberecht
- Die Einführung der Möglichkeit für europäischen Mindestwertschöpfungsanteil (local content) in der EU-Vergabe-Richtlinie vorantreiben
- Ausrichtung des Fördersystems vorrangig auf europäische und heimische Produkte (Best Practice: "Made-in-Europe-Bonus" beim EAG-Investitionszuschuss)
Defense Sektor
- Reform der Exportkontrolle durch eine gesamthafte Überarbeitung und Vereinheitlichung des Außenwirtschaftsgesetzes mit dem Ziel, Prüf- und Bewilligungsprozesse zu optimieren und beschleunigen.
- Zur Stärkung der Innovationskraft der Sicherheitsindustrie wird ein neues Security Innovation Ecosystem aufgebaut
Digitale Souveränität
- Etablierung digitaler Souveränität als Kriterium im Förder- & Beschaffungswesen – um Abhängigkeit bei Soft- & Hardware-Lösungen aus Drittstaaten sukzessive zu reduzieren
- Bestehende Förderungen im Bereich Digitalisierung werden nach dem Vorbild "Made in Europe-Bonus" in Bezug auf digitale Souveränität weiterentwickelt
- Aufbau einer österreichischen Rechenzentrumsinfrastruktur
- Kennzeichnung von Rechenzentren gemäß European Cloud Certificate Scheme zur Schaffung von Transparenz für heimische Unternehmen
- Auftrag an Bundesbeteiligungen zur Verwendung von Europäischen Cloud-Lösungen
Investitionskontrollgesetz
- Umfassende Rechtsgrundlage, um ausländische Übernahmen oder Beteiligungen an österreichischen Unternehmen allenfalls zu untersagen
- Anpassung des Investitionskontrollgesetzes in Hinblick auf besonders sensible Branchen und kritische Infrastruktur sowie europäischen Informationsaustausch
Sicherung strategischer Rohstoffe
- Nutzung heimischer und europäischer Primärressourcen
- Aufbau von digitalen Ressourcenplattformen für den Handel von Sekundärrohstoffen
- Entwicklung nachhaltiger Materialinnovationen durch Forschung zur Substitution kritischer und potenziell problematischer Rohstoffe
- Aufbau alternativer Beschaffungsquellen und strategischer Partnerschaften für kritische Rohstoffe
Wettbewerbsfähigkeit stärken
Sicherung wettbewerbsfähiger Energiepreise
- Einführung eines Industriestrompreises ab 2027 und Verlängerung des Industriestrombonus (SAG) bis 2029
- Aufhebung des CO2-Speicher-Verbots (CCS) sowie Nutzung von CO2 als Rohstoff (CCU)
- Modernisierung und Leistungsstärkung des Österr. Netzinfrastruktur Plans (ÖNIP): Dämpfung der Netzkostensteigerung, Ausbau von Speicherkapazitäten
- Umsetzung einer Kraftwerksstrategie sowie Potenzialanalyse für Wasserkraft und Pumpspeicherkraftwerke
- Fokus Wasserstoff – Aufbau eines Wasserstoffstartnetzes
Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte und Qualifizierungsoffensive für Fachkräfte
- Volldigitalisierung des Antrags- & Bearbeitungsprozesses
- Einführung eines Pilotprojekts "Rot-Weiß-Rot-Karte" für volljährige Lehrlinge und Vereinfachung für für Selbständige & Startup Gründer
- Erleichterter Zugang für Studierende aus Drittstaaten, welche an einer österreichischen Hochschule graduieren sowie Forschende
- Öffnung der RWR-Karte für Arbeitskräfteüberlasser
- Zeitliche Ausweitung des Job-Seeker Visums bis das Erstverfahren abgeschlossen ist
Weiterentwicklung der Garantien als budgetschonendes Instrument
Über 35 Prozent der Maßnahmen sind umgesetzt und in Umsetzung
Umgesetzte Maßnahmen
Kick-Off Neuausrichtung ABA im Zuge von Meet Austria, Mission Statements für Förderagenturen (aws, CDG & FFG) und Neuausrichtung Förderportfolios laufend in Umsetzung
"Leading Companies" Programm zum Aufbau von Innovationsökosystemen rund um Leitbetriebe, Start Fördercall mit 60 Mio. € am 2. September
Beanreizung von Investitionen in Pilot-Produktion & Innovation im Schlüsseltechnologiebereich durch Zuschuss, Start Fördercall mit 18 Mio. € am 16. Juni
Aufbau eines Quantenökosystems von der Grundlagen- bis zur betrieblichen Forschung agenturenübergreifend (aws, CDG, FFG, FWF) gestartet, 30 Mio. € Förderung aus Fonds Zukunft Österreich
Förderprogramm zur Stärkung Chips-Standort & digitaler Souveränität im High-Tech Bereich, Start Fördercall FFG mit 80 Mio. € zur nationalen Vorauswahl am 8. September
Unbürokratische Förderung von gut jurierten & mangels Budget auf EU-Ebene nicht geförderten AT-Projekten, Start Fördercall FFG am 26. Mai 2026
Neuausrichtung FFG COMET-Module auf Schlüsseltechnologien & Stärkung Technologietransfer, Start Fördercall mit 22 Mio. € am 24. März
Senkung Kosten für Wirtschaft & Industrie durch Halbierung Elektrizitätsabgabe für das Jahr 2026
Zusätzliche Produktionskapazitäten bei Wasserkraft (+560 MW) und PV (+20 Prozent). Ausbau der heimischen Gasproduktion durch Exploration in Niederösterreich zur Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Importen.
Einführung "Wirtschaft, Innovation & Nachhaltigkeit" im wirtschaftskundlichen Realgymnasium zur Stärkung der Wirtschaftsbildung
Verlängerung der Möglichkeit von virtuellen Geschäftsanteilen als bewährte Form der Mitarbeiterbeteiligung bei Startups für das Jahr 2026
Arbeit an Feiertagen mit bis zu 400 € pro Monat steuerfrei
Novellierung in Richtung strategische Vorbereitung sowie Resilienz für Krisenfälle
Schnelle Verfahren (One-Stop-Shop) sowie überragendes öffentliches Interesse für erneuerbare Energieprojekte, Beschluss am 11. Juni im Nationalrat mit Zwei-Drittel-Mehrheit
Zuschlag allein aufgrund des niedrigsten Preises ist nur mehr in Ausnahmefällen zulässig, Novelle Vergaberecht beschlossen
Erhöhung der Richtgrößen auf bis zu 50 Mio. € & Verlängerung der Zahlungsziele auf bis zu 22 Jahre für Exportgarantien der OeKB
Maßnahmen in Umsetzung
Erster Teil: Umsetzung NZIA -> priorisierte Genehmigungen & Single Point of Contact, in politischer Koordinierung nach Begutachtung
Erhöhung des österreichischen Beitrags bei der ESA von 260 auf 340 Mio. € für die Periode 2026 bis 2028.
270 Mio. € des BMWET für Transformationsprojekte der energieintensiven Industrie und 60 Mio. € für Transformationsprojekte aus dem KLIEN des BMIMI.
Künftig vollständige Finanzierung über das Budget des BMWET zur
Absicherung der CDG als Innovationspipeline von der Wissenschaft in die Wirtschaft, Finanzierungsvereinbarung mit CDG zur Einvernahme im BMF
Erleichterung des digitalen Datenzugangs sowie Vereinfachung und Beschleunigung von Verfahren; Nutzung von IP als bilanzierbare Vermögenswerte, in politischer Koordinierung nach Begutachtung
Mit den MINT-Regionen werden Nachwuchsprojekte für Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Hochschulen und Industriebetrieben in Höhe von 3 Mio. € im Jahr 2026 gefördert.
Für den Zeitraum 2027-2029 stehen insgesamt 250 Mio. € p.a. für das Standortabsicherungsgesetz & den Industriestrompreis zur Verfügung, mit Doppelbudget gesichert & Legistik in Begutachtung
Steigerung des österreichischen Wasserstoff-Hochlaufs durch Förderung heimischer Erzeugungsprojekte ab 2027, Beschluss Novelle Wasserstoffförderungsgesetz im Zuge des Budgetbegleitgesetzes
Aufhebung des gesetzlichen Verbots der CO2-Speicherung in Österreich (Carbon Capture and Storage), Gesetzesentwurf in Begutachtung
Weiterentwicklung heimischer Lehrberufslandschaft entlang der Schlüsseltechnologien, z.B. im Bereich der E-Mobilität, erstes Lehrberufspaket beschlossen
Zur Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Zuge der ökologischen und digitalen Transformation wurden Mittel in Höhe von 26,7 Millionen Euro für 2028 sowie 54,6 Millionen Euro für 2029 eingestellt.
Verlängerung der strategischen Gasreserve in Höhe von 20 Terawattstunden (TWh) um zwei Jahre bis April 2029, Umsetzung im Doppelbudget 2027/2028
Verfahrensbeschleunigung & -verschlankung durch rechtliche Klarstellungen, vollkonzentriertes Verfahren beim Bund für Bundesstraßen & Hochleistungsstrecken, in Begutachtung
Österreich positioniert sich als Pilotregion für neue Mobilitätstechnologien.
Die Novelle des Kraftfahrgesetzes wurde im Nationalrat beschlossen.
Die Automatisiertes-Fahren-Verordnung ist in politischer Koordinierung.
Bahnstromförderung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs, von 2028 bis 2031 rund 200 Mio. € im Zuge des Doppelbudgets vereinbart
Novelle des Bundesstraßengesetzes ermöglicht Ausbau Ladenetz durch ASFINAG & Flagship-Initiativen wie die eSAF-Forschungsanlage für nachhaltige Flugtreibstoffe (1,2 Mio. € Förderung durch FFG)
Medialer Kick-off im August, Prozess zur Erarbeitung Aktionsplan "strategische öffentliche Beschaffung" läuft, Vorlage bis Ende 2026
Neues FFG-Förderformat "Innovation Challenges" soll innovationsorientierte Beschaffung erleichtern und heimische Unternehmen eine niederschwellige Teilnahme an Innovationsausschreibungen ermöglichen.
Klare Positionierung zu "Made in Europe" & Sektorenerweiterung auf Life Sciences, Quanten, E-Ladeinfrastruktur und sensible Kommunikationstechnologie auf EU-Ebene, auf EU-Ebene in Verhandlung
Eröffnung von AI:AT im Februar 2026, seit Eröffnung mehr als 40 KI-Vorhaben und 1.000 Experten geschult, Erarbeitung Service gemeinsam mit Industrie für 2027 geplant
Handelsabkommen Indien & Australien auf EU-Ebene beschlossen, Nationale Ratifizierung & Implementierung bis Ende Q3 2026
Erleichterung elektronische Antragstellung & Erhöhung Rechtssicherheit bei Weiterverkauf von Dual-Use-Gütern, in politischer Koordinierung nach Begutachtung
Laufende Umsetzung durch Unterstützung der Bundeswettbewerbsbehörde bei der Umsetzung eines umfassenden Wettbewerbsmonitorings durch das BMWET.
Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt ab 2028, Grundsatzeinigung vorhanden, Umsetzung im Doppelbudget 2027/2028
Ein Paket zum Abbau von 50 Digitalisierungshemmnissen bei Verwaltungsverfahren ist regierungsintern Erarbeitung, MRV beschlossen
Laufender Bürokratiecheck für neue Gesetzesinitiativen durch die Servicestelle für Entbürokratisierungs- und Deregulierungsanliegen (SEDA)
113 Maßnahmen in Umsetzung - BMWET Part: GewO in politischer Koordinierung nach Begutachtung & Gewerbeinformationssystem bereits Ende Februar technisch umgesetzt
Bündelung von Kapital institutioneller Investoren zur Verbesserung der Verfügbarkeit von Wachstumskapital, bis zu 100 Mio. € staatliches Ankerinvestment im Zuge des Doppelbudget 2027/2028 vereinbart
Laufende Umsetzung in ausgewählten Förderprogrammen zur Beanreizung von Investitionen in Österreich, wie z.B. Chips Act, TWIN-Transition.
Erhalt des Kapitalstocks für zinsgünstige Kredite für EPU, KMU & Großunternehmen, in politischer Koordinierung
Beauftragung des Produktivitätsrats zur Erarbeitung der KPIs sowie Entwicklung eines Umsetzungsmonitoring bereits erfolgt, Start mit Produktivitätsbericht im Herbst 2026
Ausblick auf das 2. Halbjahr 2026
Für das zweite Halbjahr 2026 sind folgende Schritte geplant:
- Beschluss der in politischer Koordinierung befindlichen Gesetzesvorschläge (NZIA, ERP-Fonds-Gesetz, Sicherheitsexportgesetz,…)
- "Made in Europe" im Vergabe- & Förderwesen – Deklaration mit beschaffenden Unternehmen im Bundeseigentum sowie Aktionsplan innovationsfördernde und strategische Beschaffung bis Ende 2026
- Reform RWR-Karte (BMASGPK)
Messbare Ziele und konkreter Plan
Das Monitoring der Industriestrategie 2035 erfolgt entlang der sechs definierten strategischen Ziele und auf Basis ausgewählter Leistungskennzahlen, welche einem fortlaufenden Review-Prozess unterliegen.
- Der Produktivitätsrat wird seinen jährlichen Produktivitätsbericht um ein Wettbewerbsfähigkeitsradar erweitern, die Fortschritte messen sowie allfällige Empfehlungen abgeben.
- Eine neue Task Force Industrie (BMWET, BMIMI, BMEIA, Sozialpartner, Industriellenvereinigung, Experten) bewertet die jährlichen Ergebnisse.
- Darauf aufbauend legt die Bundesregierung jährlich einen Bericht zur Umsetzung der Industriestrategie vor.
- Alle drei Jahre erfolgt eine externe wissenschaftliche Evaluierung der Industriestrategie.
Partizipativer Prozess stellt Industriestrategie auf fundierte und breite Basis
Die Industriestrategie wurde in einem breiten, partizipativen Stakeholder-Prozess unter der Leitung der Plattform Industrie 4.0 erarbeitet. Aktiv eingebunden waren die Sozialpartner, die Industriellenvereinigung (IV), zahlreiche Agenturen (Austria Business Agency (ABA), Austrian Institute of Technology (AIT), Austria Wirtschaftsservice (aws), Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG), Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) & die Standortagenturen der Bundesländer), Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft sowie viele Fachexpertinnen und -experten.
"Sounding Boards" ermöglichten es, unterschiedlichste Perspektiven und Interessen (Unternehmen, Beschäftigte, Wissenschaft) zu reflektieren und zu verarbeiten. Darüber hinaus wurden wissenschaftliche Studien und Analysen berücksichtigt. Das Ergebnis der Strategie wurde mit anerkannten Wirtschaftsexperten diskutiert.